Rezension

Buch Kommunikation in der Cyberkrise – Sprach- und handlungsfähig im IT-Ernstfall von Isabelle Ewald und Alexander Schinner.

Überblick und Kontext

Das Fachbuch liefert einen aktuellen Überblick an Reaktionsmöglichkeiten in einer Situation, wie sie sich seit dem Jahre 2003 heraus entwickeln konnte, seitdem das „Internet volksnahe“ gemacht wurde. Mit einer zeitlichen Verzögerung von über 15 Jahren wird diese Entwicklung nun zum zentralen Thema erhoben. Damit geht eine Vervielfältigung der Angriffsvektoren auf stets neue – auch verdeckte – Schwachstellen einher.

Die aktuelle Situation

Das „Internet“ und dessen Möglichkeiten sind für nahezu 99,99 % der Nutzer nicht sichtbar. Es bedarf daher einer genaueren Beachtung, insbesondere der mit der „Digitalisierung“ einhergehenden Risiken. Diese bahnen sich in sich stetig verändernden Szenarien verdeckte Wege.

Mit dem Anschluss an das angriffsintensive „Netz der Netze“ (Internet) und der Auslagerung von Betriebsgeheimnissen auf nicht selbst betreute Recheneinheiten zeigt das Fachbuch die Folgen auf, die sekündlich einwirken. Vieles funktioniert mittlerweile vollautomatisch und in industriellem Umfang mit milliardenschweren Investitionen.

Zielgruppe und Nutzen

Das Buch richtet sich zum einen an Leserinnen und Leser, die sich grundlegend in die Materie einarbeiten möchten. Zum anderen liefern die enthaltenen Checklisten einen brauchbaren Rahmen zur Unterstützung bei der Ermittlung des IST-Zustandes. Auch die Ausführungen zu „Übungen“ als konkrete Anforderung bleiben nicht unerwähnt.

Besonders hervorzuheben ist der enthaltene „Werkzeugkasten“, der es ermöglicht, gesetzeskonform und unter Verwendung geeigneter informatischer Hilfsmittel ein individuell zugeschnittenes Abwehrsystem zu implementieren.

Inhaltliche Schwerpunkte

Das Buch behandelt systematisch allgemeingültige Algorithmen der Abwehrmechanismen, um den seit Dezember 2025 von der EU-NIS2-Richtlinie geforderten Anforderungen gerecht werden zu können.

Was das Buch hingegen nicht leisten möchte, ist eine fachliche Bewertung – beispielsweise die grundsätzliche Frage, ob sogenannte „Soziale Medien“ in diesem Kontext überhaupt genutzt werden sollten und welche weiteren Folgen sich daraus ergeben. Eine kritische Auseinandersetzung ist nicht primäres Ziel des Werkes.

Besondere Inhalte

Hervorzuheben ist die „Challenge-Response-Matrix“, die in anderen Literaturen bislang nicht vorgestellt wurde. Ebenso bedeutsam sind die unterschiedlichen „Übungsszenarien“, die unterstützenden Charakter bei der Identifikation individueller Lücken haben und in der Vermittlung von Grundlagen nicht fehlen dürfen.

Literaturbasis

Als Literaturquellen werden Dokumente aufgeführt, die im Zeitraum von 2014 bis 2024 veröffentlicht wurden.

https://dpunkt.de/produkt/kommunikation-in-der-cyberkrise/